Die serverbasierte Sprachgenerierungs-Software ReadSpeaker automatisiert die „Umwandlung“ von Texten in Sprache und überwindet somit die „Formatbarriere“ zwischen geschriebenem und gesprochenem Text. Die Software „beherrscht“ inzwischen 16 Sprachen (darunter auch Deutsch) und findet auf den Websites zahlreicher Institutionen Unternehmen und Nachrichtenanbietern Anwendung. Auch wenn die Sprachresultate sicherlich noch anders als die Vertonung eines realen Sprechers anmuten, sind sie durchaus „konsumierbar“ und verständlich.
Die automatisierte Vertonung von Webseiten am stationären PC zeigt allerdings nur den Bruchteil der künftigen Anwendungsmöglichkeiten von ReadSpeaker auf: So wird es durch den mobilen Einsatz der „Sprachübertragung“ künftig möglich, sämtliche im Grid verfügbaren Textformate auch auf der Strasse, im Auto und in anderen Situationen aufzunehmen, in denen die visuelle Darstellung nicht konsumierbar ist. Publishern bieten solche Szenarien die Möglichkeit, ihre Inhalte automatisch aus ihrer textlichen Aufbereitung herauszulösen und in völlig neue, multimediale Applikationen einzubinden. So ist etwa vorstellbar, dass Nutzer künftig auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit eine individuelle „Audio-Zeitung“ aus kompilierten Artikeln, Börsennachrichten, Wetterberichten oder Staumeldungen konsumieren.