Ingenio gehört zu den Pionieren des Pay-Per-Call-Prinzips, welches Werbeanzeigen erfolgs-
abhänig, d.h. über die Zahl und/oder die Länge der durch eine Anzeige generierten Anrufe abgrechnen kann. Werbetreibende können ihre Anzeigen in Ingenios Werbedatenbank einstellen, ihre Branche und ihren lokalen Servicebereich festlegen, sowie einen Höchstpreis bestimmen, den sie für einen Anruf zu zahlen bereit sind.
Bei der Vermarktung der Werbeanzeigen arbeitet Ingenio mit zahlreichen Partnern wie AOL Search, MSN Live und YellowPages.com zusammen. Welche Anzeigen bei einer entsprechenden Suchanfrage eines Kunden eingeblendet und wie diese platziert werden, entscheidet sich entsprechend der Zahlungsbereitschaft der Werbekunden für den bezahlten Anruf. Nach Unternehmensangaben liegt der durchschnittliche Preis für einen Paid-Call bei 8-10 US-Dollar, wobei in einigen Branchen bis zu $50 gezahlt werden. Seit der Unternehmensgründung hat Indigo über 12 Mio. zahlende Kunden an Unternehmen vermittelt. Die Kelsey Group schätzt, das der Markt für Pay-Per-Call-Werbung bis 2010 ein Volumen von 3,7 Mrd. US-Dollar erreichen wird.
Snap.com ist ein weiteres (der zahlreichen) Projekte von Idealab, dessen Gründer und CEO Bill Gross mit Goto.com (später in Ouverture umbenannt, noch später von Yahoo übernommen) mit der Einführung der „Pay per Click“-Abrechnung bereits einmal eine Revolution in den Online-Werbemärkten losgetreten hat. Gross’ neue Suchmaschine Snap führt den damaligen Ansatz nun einen Schritt weiter in Richtung messbarer und (für den Werbekunden) risikofreier Werbeschaltung: Mit dem von Snap propagierten „Pay per Action“-Verfahren zahlt der Werbekunde nur, wenn der Nutzer eine vorher von ihm definerte Aktion ausführt, d.h. bespielweise die Bestellung eines Produktes oder eine Registrierung.
Im Vergleich zur Cost-Per-Click erzeugt Pay-per Action naturgemäß geringere Konvertierungsraten (nur ein Bruchteil der der „klickenden“ Nutzer führt die gewünschte Aktion auf der Seiten des Werbekunden durch), dafür sind die Vergütungen von erfolgreichen Aktionen höher. Die Platzierung von Anzeigen bei Snap.com ist dabei abhängig vom Erwartungswert der Anzeige, d.h. von dem jeweiligen Gebot für eine „Aktion“, den Konversionsraten und dem aus dieser Kombination erzielten Erlös.