Die im Herbst 2001 gegründete
umfasste Ende 2006 mehr als 5 Millionen Artikel in etwa 230 Sprachen, an denen ca. 150.000 Autoren mitgewirkt haben. In Deutschland ist Wikipedia mit rund 500.000 Artikeln inzwischen umfangreicher als die Brockhaus-Enzyklopädie, die auf etwa 300.000 Einträge kommt. Mit 30 Millionen Besuchern und 35 Millionen Seitenabrufen zählt Wikipedia zu den weltweit meistbesuchten WebSites (Rang 12). In Deutschland hat sich Wikipedia - trotz mancher Unzulänglichkeiten - gerade unter jüngeren Internet Nutzern längst als Standard-Nachschlagewerk etabliert: Drei Viertel der unter 30jährigen kennen, und die Mehrzahl von ihnen nutzt Wikipedia regelmäßig.
Die Wikimedia Foundation hat innerhalb kurzer Zeit eine Reihe von „Ablegern“ gelauncht. Dazu gehören (seit Dez 2004) Wikinews, ein Open-Source-Nachrichtenportal im Stil des „Graswurzeljournalismus“, Wikia, ein frei editibares Verzeichnis von Internetadressen, Wikimedia Commons, eine lizenzfreie Datenbank für Bilder und andere Multimediadaten, Wikibooks, ein Projekt zum Aufbau von freien Lernmaterialien, Wiktionary, ein mehrsprachiges Nachschlagewerk, Wikiquote, eine Online-Zitatesammlung, und Wikisource, eine Datenbank für frei verfügbare Texte (ähnlich dem Gutenberg). Nicht alle Projekte sind von Erfolg gekrönt, doch zeigt der Ausbau der Wikimedia-Angebote die möglichen künftigen Einsatzgebiete für die Wikipedia-Autoren.